Der Traumkörper

Hier könnten nun ein paar weitere Sätze rund um Supermodels und Idealmaße stehen, die dem (deutschen) Volk noch ein paar mehr so provokante wie unsinnige Verhaltenstipps auf den Weg geben als in letzter Zeit sowieso schon von allen Seiten verlautete. Ernährung, Sport, Hobby, Arbeit, ja das Leben an sich birgt viele Fallen, die sich direkt auf Figur und indirekt via Psyche auf den fragilen Haufen Mensch mit seinen Gräten auswirken können, dass es schier einem Wunder gleicht, überhaupt noch einigermaßen normal zu sein - was allerdings auch nach wie vor ein quälender Gedanke im Kollektiv zu sein scheint.
Dazu aber mehr im Artikel Fettleibigkeit als politisches Problem - jetzt und hier ganz anders:
Nachdem die erste Umfrage zum Thema Wunschaphorismus wie eine Bombe eingeschlagen hat, hier nun die zweite, deutlich größere Umfrage auf Franks Welt zum Thema Traumkörper: Der Traumkörper stellt als soziokultureller Basisfundus ein gemeinsames Repertoire an Träumen.
Jeder träumt, auch der, der sagt, er träumt nicht. Der eine vom großen Geld, der andere von der großen Liebe, ein dritter ist Superman, Batman, Mafiosi, Biene Maia, Bäckermeister in einem Schwimmbecken voller Teig, (Bruch-)Pilot einer Cessna, Boeing oder eines Mil Mi-8 Kampfhubschraubers, Mörder, Polizist, Dampframme oder Spargeltarzan mit einer langen Liane. Im Traum gibt es alles und manchmal möchte man gar nicht mehr aufwachen.
Aber einige Träume haben wir alle gemeinsam. Wir alle, die wir eine ähnliche Sozialisierung durchlebt haben. Und hier wird es jetzt auch schon spannend. Vorhang ab für den offiziellen Fragebogen zum Traumkörper - es darf eine Doppelauswahl erfolgen und natürlich zu allen Fragen bei Bedarf ergänzend kommentiert werden. Um Letzteres wird sogar gebeten.

 

Traumkörper 1: Paranoia total

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Traumkörper 2: Prüfungstraum

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Traumkörper 3: Tod

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[*] Wie geht der Traum weiter? Ein Kommentar zu diesem Punkt wäre klasse, da nach eigenem Ermessen besonders.
Was für Träume aus dem Traumkörper fehlen? Anregungen übernehme ich und erweitere diesen Katalog sukzessive. Auch sonstige spannende Varianten bitte als Kommentar anfügen!

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9 Kommentare zu “Der Traumkörper”

  1. Also mit einer Boing abzustuerzen ist weiter nicht schwer. Spektakulaerer wird es dann mit einer Boeing. Und getraeumt ist geht es so, dass man fliegen kann – wie ist egal – doch ploetzlich geht es nicht mehr, gerade wo es anfaengt Spass zu machen, und man wird von Scheppern in der Kueche oder Handwerkern auf dem Dach daran gehindert (und/oder die Hose klebt – in der Altersklasse 13–16). Schlimm wenn man dabei die ganze Zeit eine Fliege war.

  2. ich liebe Träume und Umfragen :-) Großartig. Ich träume total oft von Prüfungssituationen in denen ich nicht vorbereitet bin - ach nein, halt. Das ist ja gar kein Traum! Da hab ich wohl mal wieder was verwechselt.

    Warum sollte sich jemand im Traum umbringen? Bin gespannt auf so einen Kommentar.

    Ich praktizierte mal eine Weile luzides Träumen. Das machen wohl auch die Artisten. Sehr interessant. Träume sind steuerbar.

  3. …träume oft aber weiß nach dem Aufstehen oft nicht mehr die Details. Nur zufällig heute: Ich sollte mit einer Gruppe nach Australien fliegen…morgens dachte ich, dass ich die Tickets zuhause verloren hätte…das war aber nicht der Fall…Flug war für 18.30 Uhr angesetzt…es war 11.30 Uhr…also noch viel Zeit…in der nächste Einstellung befand ich mich vor dem TV und schaute begeistert die Sportschau…nach der Sportschau mußte ich dann mich Schrecken feststellen, dass ich den Flug verpasst hatte…ich fuhr dann noch zum Flughafen aber es war zu spät…dann wachte ich auf.

  4. @Das_F: Natürlich. Das *Boing* kommt hinterher. Allerdings sind Schreibfehler nicht themenrelevant. Trotzdem korrigiert. Ja, die klebende Hose - wer kennt das nicht? So jung nochmal sein, aber nicht als Fliege. Gerade noch Puck, schon tot. Und der Abend kommt.

  5. @jeff: den flug nach australien zu verpassen ist doch gar nicht so schlimm. da ist es eh viel zu heiß und das hautkrebsrisiko steigt ins unermessliche! der Continent ist mir suspekt. ich bleib lieber in Bayern. Da gibt´s auch keine üblen Träume. Man wacht auf und weiß, der Stuttgart ist Fußball-Meister. Servus oder Adé :-)

  6. Ich träume meistens gar nichts. Träume sind für Leute, die zuviel schlafen.
    Ab und an träume ich aber, wenn ich besonders lange schlafe, in der Phase kurz vor dem Aufwachen.

    Ein Traum ist mir besonders in Erinnerung geblieben:

    Abiturprüfung. Schriftliche Prüfung (Grundkurs) Religion. Das Wetter draußen ist schön. Ich sehe aus dem Fenster, ich lese die Fragen durch. Verstehen tun ich nichts.
    Den Lehrer hasse ich schon seit Jahren. Seit der 5. Klasse hatte ich ihn fast jedes Jahr und im nächsten Jahr müßte er eigentlich auch in Rente gehen. Er ist noch einer vom alten Schlag. Urbayer, Zwergenstatur, weißgrauer Bart, ehemals Pfarrer, dann geheiratet.
    Vor jeder Stunde wurde gebetet (”Mir schaun zum Kreuz …”).
    Sein Lieblingsgebet ging ungefähr so:
    Von Deiner Liebe zehren wir,
    nach Deiner Gnad’ begehren wir,
    verleih’ uns die Ausgütigkeit
    oh heilige Dreifaltigket.

    Ich stecke also in dieser unguten Prüfungssituation und denke mir (im Traum!): Religion, was für ein Scheiß-Fach. Das hab ich doch gar nicht als Prüfungsfach gewählt. Und überhaupt, warum sitze ich hier. Ich muß doch gar nicht diese beknackte Prüfung schreiben. Ich hab doch schon lange das Abitur!

    Ich stehe also auf und leg diesem $§%$§rsch-pillermann-s$%$, den ich fast SIEBEN Jahre meines Lebens ertragen mußte, den leeren Zettel hin und verabschiede mich aus der Prüfung (hämisches Grinsen meinerseits).

    Allerdings muß ich bekennen, daß die letzte Phase des Traums vom zunehmenden Bewußtsein beeinflußt wurde.
    Das ist ein grundsätzliches Problem mit Träumen. Die Geschichte wird nie zu Ende geführt. Aber das wäre schon wieder Material für einen eigenen Artikel …

  7. also da könnt ich manchmal fuchsteufelswild werden, ich wache auf und kann mich an nichts mehr erinnern.. nur ein paar kleine Randdetails fallen mir meist noch ein.. und dass es sehr schön war.:-) ne Spaß *jol*

  8. das nicht zu-ende führen der Träume würde mich nicht stören, wenn man nach dem Aufwachen einfach wieder einschlafen und an der unterbrochenen Stelle weiterträumen würde. Aber das ist ja praktisch nicht möglich. Und sowas macht mich dann kirre. Schön war´s und schön hätte es bleiben können….wäre da nicht das Klingeln des Weckers gewesen. Träume sind Schäume.

  9. Ja bei allen sieben Gräten der Weltmeere - 8 Kommentare! Da besteht ja jetzt direkt Moderationszwang… @julia: das mit dem Weiterträumen kann auch klappen - mir schon passiert. Grundsätzlich ist das vermutlich wie bei so vielen Dingen: Wenn man es grade nicht braucht, dann klappt’s. Träume Schäume? Schon. Aber ich persönlich kenn’ jetzt keinen Menschen, der’s nicht macht (und geistig > Stein).

Was is? Jetzt 25% mehr laut auf Franks Welt!