Klondike revisited

Aber Pappa hatte noch einen Trumph im Ärmel… die letzten Tage hatten sich Pappa und Tütensuppe eine Bifi mit allen Schlittenhunden geteilt und nun war der Vorrat verbraucht. Sturm stark, Schnee wie Sand am Meer und Hausverbot im Freudenhaus. Das hätte sich Kumpel Fertiggericht nicht besser ausmalen können - röstet gemütlich über kleiner Flamme, während am Arsch der Welt langsam das Licht ausgeht. Aber da hat Klondike die Rechnung ohne Pappa gemacht. Er reißt kurz einem der Hunde das Fell runter, schmeißt das Fleisch aufs Feuer und strickt sich und Tütensuppe rasch ein paar neue Boots. Mit etwas Glück langt es sogar noch für einen Muff, den Pappa aber selbst anzieht, nachdem er sich beim Stricken schon eine Kuppe amputieren musste. Er hatte sich die glühende Rindennadel frontal unter einen Nagel geschlagen und den Knochen aufgespalten. Die Kuppe gab es für die anderen Hunde, die sich um den Knochenrest blutig bissen. Pappa stellt die Gartenmöbel ums Feuer - nun wird es gemütlich. Es heißt den Plan nochmal durchsprechen. Minuten später nach einem üppigen Mahl mit bisschen Fell zwischen den Zähnen sitzt Pappa vorne, Tütensuppe ist hinter den Hunden an den Schlitten gebunden und es geht im gleißenden Abendrot die alpinweißen Hänge gen Klondike City. Ziel: das praktisch ungesicherte Bahnhäuschen mit einer Millionenlieferung und den hinterlegten Gewinnspiel-Rückfahrkarten.

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3 Kommentare zu “Klondike revisited”

  1. Oh mann, ich glaube ich verbringe meine Wochenenden zu langweilig!! da heißt`s eher, “scheiße wieso hat meine Freundin gerade das Couchkommando?” Giiiib endlich die Fernbedienung her!! UUAARRGH .. während andere ums Überleben kämpfen und für Ihre Ziele Amputationen vornehmen, um die Hunde versorgen zu können.. Bin Ich ein Langweiler?

  2. Stellung beziehen? Schwierig! Der Text steht ja fast gaenzlich fuer sich. Randnotizen und Kontextualisierung waeren da eher konstruiert, und Bifis gibt es Down-Under halt auch nicht. Ich kann nicht anders, als den Schlapphut zu ziehen. So stellte ich mir immer den Goldrausch auf der Suedinsel vor! Frueher fuhr ich dorhin, um Luft zu schoepfen. Jetzt bin ich satt und ohne Illusionen, jetzt kann auch der Sueden nichts mehr fuer mich tun. Aber dennoch, armer Hund!

  3. That’s rellay thinking out of the box. Thanks!

Was is? Jetzt 25% mehr laut auf Franks Welt!