Ist per se nichts schlimmes. Überall sieht man Sonnen untergehn und für immer verschwinden. Und neue entstehen. Daran ist eben nicht die Langlebigkeit des Menschen schuld, sondern die Größe des Universums. Dass also etwas ab einer gewissen Größe schiefgehen kann, ist einem komplexen System sozusagen inhärent. Soweit.
Man kann sich u.U. auch noch vorstellen, dass so etwas wie Zufall evtl. nicht mehr existiert, wenn man das Gesamtsystem überblickt. Z.B. in Analogie zum Wetterbericht. Mkay. Für das Individuum schwierig zu begreifen wird es ab dem Moment, wenn es darum geht, dass manches also gar kein Unfall bzw. Zufall ist, sondern anhand der kosmischen Kausalkette explizit so zu laufen hat, dass es genau dieses Individuum blöd trifft - es selbst also gar nichts dafür kann und wahrscheinlich auch kein universelles Gleichgewicht der Energien den Umstand wieder gut macht, aus dem einfachen Grund, weil der Kosmos sich (evtl. gerade aufgrund des eingetretenen Verlaufs) in hervorragendem Gleichgewicht befindet.
Gut, das alte Spiel: Manche werden nun wieder bemerken, dass man nicht immer die anderen oder das Universum für alles verantwortlich machen soll. Eine Wahl hat man immer, am Schopf selbst aus dem Sumpf, Engagement statt Schmollen, Initiative statt Reaktion, aktiv statt passiv, Täter statt Opfer, etc statt pp. Dann würden wir natürlich aneinander vorbeireden und uns nach dem nächsten Massenunfall auf der A9 wieder sprechen. Da sind auch immer ein paar drunter, die gerne die Initiative ergreifen.
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