Rudi Völler und der Münchner Hauptbahnhof

Moin und frohes neues Jahr 2010 zusammen! 2009 lässt sich knapp mit folgender Anekdote umschreiben:
Das Beck's. Klare Quelle auf SichtNeulich wieder bei Rudi Völler in der Kneipe am Münchner Hauptbahnhof gewesen. Ist natürlich nicht wirklich Rudi Völler, aber täuschend! Kumpel (sie nennen ihn ‘Doc’) und ich waren uns auf alle Fälle einig - schon das letzte Mal. Nachdem diese Kneipe die absolut letzte Station ist auf dem nächtlichen Weg abwärts, ist das Urteilsvermögen diesbzgl. zumindest angemessen breit aufgestellt. (weiterlesen…)

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Matratze des Lebens

Bettpolstermacher im Föhn der Alpen. Blinzelnd die Kuppen von den schneefreien Zinnen geschliffen. Mischwald samt Ungezieferbefall von sanfter Brise aus dem Universum durch die Nebenhöhle gefädelt, ein weiterer Schritt Kunstraum aus alten Urwaldpalisaden gehobelt. Recht so.
Mit jedem weiteren Blick auch den Berg noch abgetragen, aber die letzten Fetzen am Revers wie Fliegenpapier an der Braue - quälend und irgendwie peinlich.
Hier kann nur einer helfen, der Appenzeller des Flachlandes, oh bildgewaltiger Pfadfindertraum in Sternsprenkeluniform: Im Land, in dem Milch und Honig fließt, hat die dunkle Seite keine Macht mehr. Es ist die Nacht der Matratze. Doch da! Quelle versiegt und fruchtiges Weideland ausgebrannt bis unter die Grundmauern. Wer soll hier noch? Wer darf und hat die zweite Chance? Das frag ich DICH. (weiterlesen…)

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Dekade des Herrn

Redons SumpfblumeMusenkuss im Altmülltal, die Pfeifen spatzen es ins Land, Prismenbogen am Steg zum See der Jugend. Nun, da alles dunkel ist, die Arbeit getan; Licht aus, Tür zu - da liegt der Leichnam der Scham bis zur Sohle hart gesotten und die Kälte ist einsam ohne Protagonisten. In diesem Moment schließt am Rand des poröspolierten Ethikraums ein Kabelbrand die letzte Sicherung kurz. Schlaraffenland ist abgebrannt und tanzt mit Lummerland zwischen den Eisblumen den Reigen des Todes. Wie riechen eigentlich schöne Gefühle? Es ist die Dekade des Herrn und keiner bleibt zurück ohne seinen Platz im Schatten.

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Klondike revisited

Aber Pappa hatte noch einen Trumph im Ärmel… die letzten Tage hatten sich Pappa und Tütensuppe eine Bifi mit allen Schlittenhunden geteilt und nun war der Vorrat verbraucht. Sturm stark, Schnee wie Sand am Meer und Hausverbot im Freudenhaus. Das hätte sich Kumpel Fertiggericht nicht besser ausmalen können - röstet gemütlich über kleiner Flamme, während am Arsch der Welt langsam das Licht ausgeht. Aber da hat Klondike die Rechnung ohne Pappa gemacht. (weiterlesen…)

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Die Brücken von Jericho


Ein Sturm wird kommen. Das alte Jericho bricht abermals unter Volllast. Kein Entkommen, Handelswege abgeschnitten, dem göttlichen Gericht überantwortet. Mauern waren ja halb so schlimm; ein kommunikationsmanifestes Entgegenkommen. Fehlende Brücken allerdings schneiden tiefe Wunden in den Volksapparat. Auf den zweiten Blick kann das auch gut sein, sobald Vernetzung primär neuronale Abwege in den Sozialkortex furcht. Und das passierte von Anfang an. Furcht und Realität: Früher sind einfach alle gestorben, bevor sie sich zu Kritik sammeln konnten. Und heute muss sich der Schöpfer mit Kretins rumschlagen, die einfach nicht totzukriegen sind. Hochkomplex und trotzdem robust. Das muss man erstmal hinkriegen. Komplexe Systeme wider Gottesfurcht? Warum dann aber Intelligent Design? Man muss sich schon entscheiden. Schäfer oder Designer. Und ich habe noch keinen Schäfer mit Psychosomatischen Störungen getroffen. Vermutlich nur Mangel an Gelegenheit.

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